FEDERATION SUISSE
DE PETANQUE
 
SCHWEIZERISCHER
PETANQUE VERBAND
 
     
     

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Selektionskonzept
Zweck
Über den Zeitraum einer Saison (10-12 Monate) werden aus allen in Frage kommenden, lizenzierten Jugendspielern der Schweiz über ein festgelegtes Selektionsverfahren die 4 Teilnehmer für den jährlichen Grossanlass (WM oder EM) gesichtet, trainiert, betreut und schliesslich nominiert.
     
Zielsetzung
Allgemein: Durch eine erfolgreiche und repräsentative Jugendarbeit auf der nationalen Ebene werden Spielerzahlen gesteigert, die Jugendmotivation vergrössert und die Kantonalverbände und Vereine animiert, ihre Jugendarbeit zu fördern und zu intesivieren.
Spezifisch: Die FSP Jugend etabliert sich in der Spitzengruppe der internationalen Pétanque Jugendkategorie und erreicht mittelfristig und nachhaltig Podestplätze und Titel.
     
Verantwortung / Kompetenz
Der Jugendverantwortliche der FSP steht für alle organisatorischen und sportlichen Inhalte der FSP Jugend ein und führt die Kommunikation nach aussen und innerhalb der Verbandsstruktur.
Der Jugendnationaltrainer ist verantwortlich für die sportliche Durchführung des vorliegenden Selektionskonzeptes, welches die Vorselektion, die Trainingsarbeit, die mentale Betreuung der Spieler, alle Nominierungsentscheide und das Wettkampfcoaching beinhaltet.
Der Jugendnationaltrainer steht in regelmässigem Kontakt mit allen Kantonalen Jugendverantwortlichen, und nimmt aufgrund dieser Rücksprachen die erste Selektion vor. Desweiteren werden die Kantonalverbände in Trainings- und Entwicklungsfragen unterstützt.
     
Grundstruktur der FSP Jugendförderung
Erfüllt ein Jugendspieler die grundsätzliche Mindestanforderung an technischen Fähigkeiten, Motorik und Persönlichkeitsentwicklung so fällt er in das Fenster der Langzeitbeobachtung durch die FSP Jugend. Diese Beobachtung wird durch die kantonale Jugendarbeit und die direkten Wettkampfsichtungen gewährleistet.
Jugendspieler mit Langzeitpotential werden zur 1. Selektion eingeladen, auch wenn sie für den bevorstehenden Grossanlass eventuell noch nicht in Frage kommen. Dazu kommen alle Talente, welche Kandidaten für die aktuelle Saison sind, die Schweiz zu vertreten.
Langzeitkandidaten bleiben auch bei Nicht-Erreichen nächster Selektionen unter Beobachtung durch die FSP Jugend und werden in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Kantonalverantwortlichen betreut, trainiert und entwickelt.
     
Selektionskriterien
Resultate an offenen und lizenzierten Wettkämpfen, jugendspezifischen und offenen Meisterschaften sowie internen Wettkämpfen der FSP Jugend.
Sportartspezifische Leistungstests durch die FSP und die Kantonalverbände. Eine Standardisierung dieser Leistungstests soll gleichzeitig zum Aufbau der FSP Jugend eingeführt werden, um einen transparenteren Überblick und ein zielgerichtetes Arbeiten gewährleisten zu können.
Sportüberfachliche Tests welche die motorischen Fähigkeiten, Kondition, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit sowie koordinative Fähigkeiten bewerten und ständig verbessern.
Zeitliche Leistungsentwicklung während Trainings und Wettkämpfen.
Verhaltensentwicklung während der gesamten Zusammenarbeit, dazu auch Zielorientierung und Kommunikation mit Kadermitspielern und dem Trainer- und Betreuungsteam.
Physische und psychische Belastbarkeit der Jugendspieler.
Umfeld – Eltern, Schule, direkter Trainer, soziale Strukturen – welches den Spieler beeinflusst und entwickelt.
Bewertung des Trainingsaufwands unabhängig von Verbandsangeboten, Betrachtung der Vereinsstruktur und der individuellen Ansätze.
     
Inhaltlicher und zeitlicher Ablauf der Selektion
Die FSP Jugend empfiehlt auf kantonaler Ebene eine Vorselektion um die Jugendspieler auf die Nationale Selektion vorzubereiten. Standardisierte Leistungstests werden durch die FSP Jugend erarbeitet und stehen allen Kantonalverbänden zur Verfügung. Die kantonalen Jugendverantwortlichen terminieren Sichtungen und Trainingstests zeitlich sinnvoll zu den FSP Selektionen.
Die FSP Jugend kommuniziert Wettkämpfe und Sichtungsanlässe an die verantwortlichen Betreuer um Jugendspieler auf Resultats-Basis zu selektionieren.
• Sämtliche Selektionen auf nationaler Ebene sind danach auf einen aktuellen Grossanlass (WM oder EM) hingerichtet und sind folgendermassen strukturiert.
   
Selektion 1 :
 
Durch Vorselektionen, Resultatsbewertung, und Rücksprache mit den Kantonalverantwortlichen werden potentialversprechende Talente eingeladen und mittels Leistungstests und Spielformen geprüft, bewertet und weiterentwickelt.
   
Selektion 2 :
 
Mit einigem Abstand von ca. 2 Monaten zur ersten Sichtung werden die 16 aussichtreichen Spieler für den zentralen Grossanlass eingeladen und gezielt auf den individuellen Leistungsstand weiterentwickelt.
   
Selektion 3 – Teambildung :
 
Zur Jahres- und Saisonmitte werden die 8 festen Mitglieder des Jugend-Nationalkaders festgelegt. Hinzukommen weitere Spieler, welche zur Ergänzung und dem Langzeitaufbau mitbetreut werden. Diese Selektion dient u.a. der Nominierung für ausgewählte Vorbereitungswettkämpfe.
   
Selektion 4 – Vorbereitungswettkämpfe :
 
Die 8 selektionierten Spieler werden auf festgelegten Einladungswettkämpfen gecoacht und trainiert. Aus den Turniererfahrungen werden danach die 4 Teilnehmer des Grossanlasses selektioniert.
   
Selektion 5 – Vorbereitung auf den Grossanlass :
 
In unmittelbarer zeitlicher Nähe zu den Internationalen Meisterschaften werden die 4 Teilnehmer festgelegt und an einem Vorbereitungswochenende auf die Aufgabe eingestellt. Zu Trainings- und langfristigen Teambildungszwecken können zwei weitere Spieler hinzugezogen werden.


Version février 2012
 Mise à jour : 28.02.2012
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